Externer oder interner DSB

Ein externer Datenschutzbeauftragter (DSB) hat exakt die gleichen Aufgaben wie ein interner.

Sachkunde und Kosten:
Der externe Datenschutzbeauftragte verfügt meist über mehr Sachkunde und ist oftmals preiswerter als der interne DSB.

Wegfall des erweiterten Kündigungsschutzes:
Die externe Bestellung zum DSB kann regelmäßig gekündigt werden, die Fristen sind frei vereinbar. Im Gegensatz dazu genießt ein interner DSB einen gesetzlich festgeschriebenen und erweiterten Kündigungsschutz, der über die interne Bestellung hinausauswirkt. Zu beachten ist hierbei auch, dass die interne Bestellung meist kein Ende vorsieht. Dieser Umstand bedeutet, dass die Bestellung nur durch Initiative des internen DSB beendet werden kann.

Haftung und Absicherung:
Während für den internen DSB in Haftungsfragen die sog. “betriebliche Veranlassung” gilt, kann ein externer DSB für sein Handeln verantwortlich gemacht werden. Üblicherweise verfügt der externe DSB über eine dahingehend spezialisierte Betriebs- und Vermögensschadenshaftpflicht.

Kostenfaktor:
Ein interner DSB ist in seiner Zeiteinteilung und Tätigkeit als DSB frei und weisungsungebunden. Die Kostenkontrolle für den Bereich Datenschutz und Datenschutzbeauftragter ist faktisch ausgehebelt. In der Regel bringen interne Datenschutzbeauftragte 20% ihrer Arbeitszeit mit dem für sie neuen Thema zu.

Anders verhält sich es sich beim Einsatz eines externen Datenschutzbeauftragen, mit dem das Unternehmen einen transparenten und nachvollziehbaren Vertrag über Aufgaben, Verantwortlichkeiten und Kosten schließt. Meist ist der externe DSB für das Unternehmen die deutlich preiswertere Alternative.
Auch um Fort- und Weiterbildung kümmert sich der externe DSB selbst. Die hierfür anfallenden Kosten hat er ebenfalls selbst zu tragen.

Vermeidung von Interessenskonflikten:
Da der externe DSB nicht im Unternehmen verankert ist, sind Interessenskonflikte mit anderen Bereichen und Themen nicht zu erwarten. Er kann daher seinen Aufgaben und Verpflichtungen unbefangen nachkommen.

Ein externer Datenschutzbeauftragter verfügt zumeist über das Know-how aus mehreren Bereichen und über Erfahrungen aus zahlreichen Tätigkeiten und Einsätzen.


Hier finden Sie eine Gegenüberstellung aller Vor- uns Nachteile:
bestellungeinesdsb.pdf [32 KB]

Im Vordergrund steht natürlich die Einhaltung der gesetzlichen Regelungen. Hinzu kommt, dass Verstöße gegen das Datenschutzgesetz mit Geldbußen von 50.000 bis 300.000 EURO (in begründeten Einzelfällen auch darüber hinaus) geahndet werden können. Je nach Verstoß können auch Schadensersatzforderungen bis hin zu Freiheitsentzug (im strafrechtlichen Anwendungsbereich) auf den Verursacher zukommen. Vom Imageverlust für ein Unternehmen ganz zu schweigen.

Datenschutz und Datensicherheit sind eng miteinander verknüpft. Die konsequente Umsetzung der Datenschutzbestimmungen verringert auch das Risiko von Datenverlust durch Diebstahl, Spionage, Hardwareausfall und so weiter.

Die fachkundige und fortwährende Prüfung der Datenschutzbestimmungen auf Einhaltung kann aber nicht nur vor den oben genannten “Schäden” bewahren, sondern auch ein Qualitätsmerkmal für das jeweilige Unternehmen darstellen, durch das es sich positiv von Wettbewerbern abhebt.

Die Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen ist zwar kein adäquates Werbemittel, jedoch wird es mit Sicherheit positiv von Ihren Kunden und Geschäftspartnern aufgenommen, wenn diese wissen, dass ihre Daten bei Ihnen sicher sind.

Hier finden Sie ein Aufstellung mit den 10 wichtigsten Punkten wie Sie vom Datenschutz profitieren:
datenschutzmanagement.pdf

Ihre Vorteile: