DIN ISO 31000
Die DIN ISO 31000 ist der international anerkannte Leitfaden für Risikomanagement. Sie unterstützt Unternehmen dabei, Risiken systematisch zu identifizieren, zu bewerten und zu behandeln, um fundierte Entscheidungen zu treffen und erfolgreich zu bleiben.


Was ist die DIN ISO 31000?
- Die DIN ISO 31000 ist ein international anerkannter Leitfaden für das Risikomanagement in Unternehmen und Organisationen. Sie beschreibt, wie Risiken systematisch identifiziert, analysiert, bewertet und behandelt werden können.
- Ziel ist es, Unsicherheiten frühzeitig zu erkennen, fundierte Entscheidungen zu ermöglichen und die Erreichung der Unternehmensziele zu unterstützen.
- Die aktuelle Ausgabe DIN ISO 31000:2018-10 basiert auf drei wesentlichen Elementen: Grundsätzen, einem organisatorischen Rahmenwerk und einem strukturierten Risikomanagementprozess.
- Die Leitlinien sind branchenunabhängig und lassen sich auf sämtliche Unternehmensbereiche und Risikoarten anwenden. Dabei werden sowohl mögliche Bedrohungen als auch Chancen berücksichtigt.
- Anders als beispielsweise die ISO 27001 ist die ISO 31000 keine zertifizierbare Managementsystemnorm. Sie dient als methodische Grundlage für den Aufbau und die kontinuierliche Verbesserung des unternehmensweiten Risikomanagements.
Was bringt die Norm für Unternehmen?
Transparenz, bessere Entscheidungen und Unternehmenssicherheit durch …
→ Systematische Identifikation und Bewertung unternehmerischer Risiken
→ Frühzeitiges Erkennen von Bedrohungen und Chancen
→ Verbesserung der Entscheidungsgrundlagen auf allen Unternehmensebenen
→ Transparenz über wesentliche Unternehmensrisiken
→ Definition einheitlicher Bewertungsmaßstäbe und Verantwortlichkeiten
→ Gezielte Planung und Steuerung von Risikobehandlungsmaßnahmen
→ Integration des Risikomanagements in bestehende Managementsysteme
→ Verbesserung der Widerstandsfähigkeit gegenüber internen und externen Veränderungen
→ Unterstützung der strategischen Unternehmensplanung
→ Kontinuierliche Weiterentwicklung der Risikomanagementprozesse
Wir beraten Sie beim Aufbau eines unternehmensweiten Risikomanagements nach DIN ISO 31000 und entwickeln gemeinsam mit Ihnen geeignete Methoden, Prozesse und Dokumentationen, die sich in Ihre bestehende Organisationsstruktur integrieren lassen.
Die drei Säulen des Risikomanagements nach ISO 31000
Die ISO 31000 basiert auf drei zusammenwirkenden Elementen. Sie bilden die Grundlage für ein strukturiertes und wirksames Risikomanagement.
Grundsätze (Principles)
Die acht Grundsätze beschreiben die wesentlichen Merkmale eines wirksamen Risikomanagements. Dazu gehören die Integration in sämtliche Unternehmensaktivitäten, ein strukturierter und umfassender Ansatz, die Anpassung an die jeweilige Organisation sowie die kontinuierliche Verbesserung.
Rahmenwerk (Framework)
Das Rahmenwerk verankert das Risikomanagement in der Unternehmensführung und Organisationsstruktur. Es definiert die Verantwortlichkeiten, Ressourcen, Prozesse und Kommunikationswege und stellt sicher, dass Risikomanagement Bestandteil der Entscheidungsfindung wird.
Risikomanagementprozess (Process)
Der Prozess beschreibt das Vorgehen: Anwendungsbereich, Kontext und Risikokriterien festlegen, Risiken identifizieren, analysieren und bewerten sowie geeignete Maßnahmen zur Risikobehandlung definieren. Überwachung, Überprüfung, Kommunikation und Dokumentation begleiten den Prozess.
Einführung eines Risikomanagements nach ISO 31000
Ein strukturiertes Risikomanagement entsteht nicht allein durch Dokumentation, sondern durch die Integration geeigneter Prozesse in den Unternehmensalltag. Wir unterstützen Sie bei der Einführung in sechs aufeinander abgestimmten Schritten:
01 – Erstberatung und Projektplanung
- Gemeinsame Abstimmung der Unternehmensziele und Anforderungen
- Festlegung des Anwendungsbereichs und der organisatorischen Rahmenbedingungen
- Identifikation relevanter Anspruchsgruppen
- Definition des Projektumfangs und Erstellung eines Projektplans
03 – Aufbau des Risikomanagements
- Entwicklung einer unternehmensweiten Risikomanagementleitlinie
- Definition von Rollen, Verantwortlichkeiten und Zuständigkeiten
- Festlegung von Risikokriterien und Bewertungsmaßstäben
- Integration des Risikomanagements in bestehende Organisations- und Managementstrukturen
05 – Risikobehandlung und Schulung
- Entwicklung geeigneter Strategien zur Risikobehandlung
- Definition und Priorisierung erforderlicher Maßnahmen
- Festlegung von Verantwortlichkeiten und Umsetzungsfristen
- Schulung der zuständigen Mitarbeiter
- Etablierung geeigneter Kommunikations- und Eskalationswege
02 – Bestandsaufnahme und GAP-Analyse
- Aufnahme der bestehenden Risikomanagementstrukturen
- Analyse vorhandener Prozesse und Dokumentationen
- Bewertung anhand der Grundsätze, des Rahmenwerks und des Prozesses der ISO 31000
- Identifikation von Verbesserungspotenzialen und Handlungsbedarfen
04 – Risikoidentifikation und Risikobewertung
- Systematische Erfassung unternehmensweiter Risiken und Chancen
- Analyse von Ursachen, Eintrittswahrscheinlichkeiten und möglichen Auswirkungen
- Bewertung und Priorisierung der identifizierten Risiken
- Aufbau eines zentralen Risikoregisters
06 – Überwachung und kontinuierliche Verbesserung
- Regelmäßige Überprüfung der Risikobewertungen
- Überwachung der definierten Maßnahmen
- Etablierung eines strukturierten Risikoberichtswesens
- Bewertung der Wirksamkeit des Risikomanagements
- Kontinuierliche Weiterentwicklung der etablierten Prozesse
Risikomanagement in der Praxis – unser Beratungsansatz
Wir begleiten Sie dabei, ein Risikomanagement zu etablieren, das zu Ihrer Organisation passt und im Unternehmensalltag funktioniert. Dabei betrachten wir sowohl die notwendigen Rahmenbedingungen als auch die konkrete Umsetzung.
Organisatorische Maßnahmen
Für ein wirksames unternehmensweites Risikomanagement sind klare organisatorische Strukturen und Verantwortlichkeiten erforderlich.
- Anwendungsbereich und Ziele des Risikomanagements festlegen
- Verantwortlichkeiten und Umsetzungsfristen dokumentieren
- Risikomanagementleitlinie erstellen und verabschieden
- Rollen und Verantwortlichkeiten definieren (z. B. Risk Owner und Risikomanager)
- Risikokriterien und Risikotoleranzen festlegen
- Risikomanagement in bestehende Führungs- und Entscheidungsprozesse integrieren
- Regelmäßige Risikoberichte an die Geschäftsführung etablieren
- Schulungs- und Sensibilisierungsmaßnahmen durchführen
- Regelmäßige Überprüfungen und Managementbewertungen vorsehen
Operative und methodische Maßnahmen
Neben der organisatorischen Verankerung müssen geeignete Methoden und Prozesse für den praktischen Umgang mit Risiken etabliert werden.
- Einheitliche Methodik zur Risikoidentifikation einführen
- Bewertungsskalen für Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadensausmaß definieren
- Risiken systematisch analysieren und priorisieren
- Risikobehandlungsoptionen festlegen (vermeiden, reduzieren, übertragen oder akzeptieren)
- Risikoregister und Maßnahmenpläne erstellen und pflegen
- Frühwarnindikatoren für wesentliche Risiken etablieren
- Prozesse zur Überwachung und Eskalation von Risiken definieren
- Kommunikations- und Konsultationsprozesse mit Beteiligten etablieren
- Integration in bestehende Managementsysteme (z. B. ISMS, QMS und BCM)
Ihr externer Risikomanagement-Berater nach DIN ISO 31000 für München und Deutschland
Qualifizierte Experten
PECB Certified ISO 31000 Risk Manager | PECB Certified ISO 31000 Lead Risk Manager
RIMS-Certified Risk Management Professional (RIMS-CRMP)
PMI Risk Management Professional (PMI-RMP)
Auch in Ihrer Nähe
Augsburg | Berlin | Bielefeld | Bochum | Bremen | Dortmund | Dresden | Düsseldorf | Erfurt | Essen | Frankfurt | Hamburg | Hannover | Ingolstadt | Kiel | Köln | Leipzig | Magdeburg | Mainz | Mannheim | München | Nürnberg | Potsdam | Regensburg | Rostock | Saarbrücken | Stuttgart | Würzburg
