Viele Unternehmen setzen auf Technik: Firewalls, Tools, Sicherheitssoftware. Doch die meisten Angriffe starten nicht mit Technik – sie starten mit Vertrauen.
Drei reale Beispiele, die jedem IT-Verantwortlichen einen Schauer über den Rücken jagen:
- CEO-Fraud: „Der CEO hat mir geschrieben, dass ich schnell eine Überweisung tätigen soll.“
Ein Klick – 80.000 € weg. Nicht wegen fehlender Technik, sondern weil Vertrauen missbraucht wurde. - Falscher Monteur: „Der Monteur stand vor der Tür und wollte kurz ins Serverrack.“
Er war keiner. Zutritt gewährt → Daten kopiert → niemand hat es bemerkt. - IT-Dienstleister vernachlässigt Aufgaben: „Wir dachten, der Dienstleister kümmert sich darum.“
Spoiler: Tat er nicht. Backups fehlten, Updates waren veraltet, Angreifer hatten Monate Zeit, unentdeckt zu agieren.
Warum Vertrauen teurer ist als jede Schwachstelle
Menschen sind hilfsbereit, effizient, lösungsorientiert – Eigenschaften, die Angreifer gezielt ausnutzen. Jeder Klick, jedes geöffnete Türschloss kann enorme Schäden verursachen.
Unser Rat:
- Vertrauen ist gut
- Authentifizierung ist besser
- Niemals handeln, bevor geprüft wurde
Unternehmen, die Vorgaben aus DSGVO, ISO 27001, TISAX, PCI DSS oder KRITIS/NIS-2 erfüllen müssen, sollten ihre Prozesse so gestalten, dass Vertrauen überprüfbar wird – von E-Mail über Zutritt bis zu Dienstleistern.
Konkrete Handlungstipps
- E-Mail-Verifizierung einführen
Jede finanzielle Anweisung oder Datenfreigabe sollte per Telefon oder über einen zweiten Kommunikationskanal bestätigt werden. - Zutrittskontrollen verschärfen
Besucherausweise, Badge-Systeme oder biometrische Kontrollen verhindern unbefugten Zutritt. - Regelmäßige Schulungen
Mitarbeiter regelmäßig über aktuelle Phishing-Methoden und Social-Engineering-Angriffe informieren. - Dienstleister überprüfen
Nur geprüfte, vertrauenswürdige IT-Dienstleister einsetzen. Alle Aufgaben und Verantwortlichkeiten schriftlich festhalten und regelmäßig prüfen. - Backups und Updates testen
Regelmäßig Wiederherstellungstests durchführen und alle Systeme aktuell halten. - Notfallpläne definieren
Klare Abläufe für Ausfälle, Angriffe oder Vorfälle erstellen und regelmäßig üben.
Fazit:
Der teuerste Fehler in der IT-Sicherheit lässt sich vermeiden: Wer prüft, minimiert das Risiko. Vertrauen ist notwendig, aber es muss überprüfbar sein. Unternehmen, die ihre Prozesse konsequent absichern, schützen nicht nur Daten, sondern das ganze Unternehmen – und können jedem Stresstest standhalten.
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– der Umsetzung von ISO 27001, TISAX, PCI-DSS oder NIS-2
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