Viele Nutzer stehen vor der Entscheidung, von Windows 10 auf Windows 11 umzusteigen. Aus Sicht des Datenschutzes und der Vertraulichkeit ist zu empfehlen, vorerst bei Windows 10 zu bleiben. Grund ist insbesondere die Funktion „Recall“ in Windows 11, die potenziell Bildschirminhalte dauerhaft mitschneidet und damit potenziell gegen die DSGVO verstößt. Sensible Daten wie Passwörter, Bank- oder Gesundheitsinformationen könnten dadurch ungewollt erfasst werden. Selbst das Deaktivieren der Funktion bietet keinen vollständigen Schutz, da Recall weiterhin im Betriebssystem integriert bleibt und aktiviert werden könnte.
Microsoft gibt an, dass Recall nur auf Copilot+-PCs aktiv sei, jedoch gibt es Hinweise, dass die Funktion auf allen Systemen mit Windows 11 24H2 vorhanden ist. Aus Sicht der Informationssicherheit stellt dieser Umstand ein erhebliches Risiko dar.
Die folgenden Vorgehensweisen sind zu empfehlen:
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Windows 10 so lange nutzen, wie Sicherheitsupdates bereitgestellt werden (bis Oktober 2026).
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Windows 11 mit deaktiviertem Recall einsetzen, wobei ein Restrisiko bleibt.
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Windows 11 auf Standard- oder Hersteller-Einstellungen nutzen, was kaum Sicherheit bietet.
- Windows durch ein Linux-Betriebssystem wie Linux Mint oder Zorin OS ersetzen – ganzheitliche Lösung.
Langfristig ist der Wechsel zu einem sicheren Betriebssystem wie Linux eine Alternative, insbesondere nach Ablauf der erweiterten Sicherheitsupdates. Für Behörden und öffentliche Stellen wird die Nutzung von Windows 11 ausdrücklich nicht empfohlen. Das Zentrum für Digitalrechte und Demokratie hat dazu auch europäische Datenschutzbehörden informiert.
Ob Unternehmen oder Behörden: Ein durchdachtes Sicherheitskonzept schützt Informationen zuverlässig und sichert digitale Prozesse. Voraussetzung dafür ist Transparenz, wie sie in der Regel nur Open-Source-Lösungen bieten, oder berechtigtes Vertrauen, das durch Verantwortlichkeit und Haftung von Herstellern und Betreibern abgesichert wird.
Als Experten für Datenschutz und IT-Sicherheit weisen wir darauf hin, dass es auch in Sachen Datensouveränität an der Zeit ist, das Marktmonopol von Microsoft zu durchbrechen. Nur so können datenschutzkonforme Lösungen in Europa zum Einsatz kommen. Microsoft überschreitet immerhin regelmäßig datenschutzrechtliche Grenzen und reagiert meist erst nach öffentlicher Kritik.
DSGVO-Bußgelder
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