Was sind personenbezogene Daten und welche Rechte haben Betroffene?

Wer sich mit der DSGVO beschäftigt, stößt schnell auf den zentralen Begriff „personenbezogene Daten“. Doch was genau fällt darunter – und welche Rechte haben die Menschen, deren Daten verarbeitet werden?

 

Definition: Personenbezogene Daten

Die DSGVO (Art. 4) definiert personenbezogene Daten als alle Informationen, die sich auf eine identifizierte oder identifizierbare Person beziehen.

Dazu zählen unter anderem:

  • Identitätsdaten: Name, Geburtsdatum, Anschrift, Ausweisnummer.
  • Kontaktdaten: Telefonnummer, E-Mail-Adresse, Postadresse.
  • Beschäftigtendaten: Personalnummer, Gehaltsabrechnung, Arbeitszeiten.
  • Kundendaten: Bankverbindungen, Bestellhistorien, Vertragsunterlagen.
  • Digitale Daten: IP-Adressen, Cookies, Login-Informationen, Standortdaten.

Besondere Kategorien personenbezogener Daten (Art. 9 DSGVO) sind besonders schutzwürdig und dürfen nur in engen Ausnahmefällen verarbeitet werden. Dazu gehören Gesundheitsdaten, biometrische Daten, ethnische Herkunft, politische Meinungen, religiöse Überzeugungen oder Gewerkschaftszugehörigkeit.

 

Rechte der Betroffenen nach DSGVO

Die DSGVO gibt den Betroffenen umfangreiche Rechte, um ihre Daten zu schützen:

  • Auskunftsrecht (Art. 15 DSGVO)
    Betroffene haben das Recht zu erfahren, welche Daten über sie gespeichert sind und zu welchem Zweck diese verarbeitet werden.
  • Recht auf Berichtigung (Art. 16 DSGVO)
    Falsche oder unvollständige Daten müssen auf Antrag berichtigt werden.
  • Recht auf Löschung („Recht auf Vergessenwerden“, Art. 17 DSGVO)
    Betroffene können die Löschung ihrer Daten verlangen, wenn keine Rechtsgrundlage für die Verarbeitung mehr besteht.
  • Recht auf Einschränkung der Verarbeitung (Art. 18 DSGVO)
    Daten dürfen in bestimmten Fällen nur noch eingeschränkt genutzt werden (z. B. während einer Prüfung auf Richtigkeit).
  • Recht auf Datenübertragbarkeit (Art. 20 DSGVO)
    Personen können verlangen, dass ihre Daten in einem gängigen, maschinenlesbaren Format an sie selbst oder an einen anderen Verantwortlichen übertragen werden.
  • Widerspruchsrecht (Art. 21 DSGVO)
    Gegen bestimmte Verarbeitungen – insbesondere bei Direktwerbung – können Betroffene jederzeit Widerspruch einlegen.
  • Recht auf Beschwerde (Art. 77 DSGVO)
    Betroffene können sich bei der zuständigen Datenschutzaufsichtsbehörde beschweren, wenn sie ihre Rechte verletzt sehen.

 

Praxisbeispiele

  • Ein Kunde fragt per E-Mail, welche Daten Ihr Unternehmen über ihn gespeichert hat → Sie müssen innerhalb eines Monats reagieren.
  • Ein Mitarbeiter verlangt die Korrektur einer falschen Adresse → Die Daten müssen unverzüglich berichtigt werden.
  • Ein Newsletter-Abonnent widerruft seine Einwilligung → Die E-Mail-Adresse muss aus dem Verteiler gelöscht werden.

 

Resümee

Personenbezogene Daten sind ein zentrales Schutzgut der DSGVO. Unternehmen müssen sicherstellen, dass sie nicht nur rechtskonform verarbeiten, sondern auch die Rechte der Betroffenen respektieren und organisatorisch umsetzen.

 

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